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Break-Even berechnen: So findest du die Gewinnschwelle deines Businesses

Irgendwann willst du wissen: Ab wann verdient das hier eigentlich Geld? Gemeint ist der Break-Even-Point, auf Deutsch die Gewinnschwelle. Die Formel dahinter ist simpel. Was viele unterschätzen: Wer bezahlte Werbung schaltet, muss den Break-Even anders berechnen als im BWL-Lehrbuch, nämlich pro Bestellung statt pro Jahr, weil jede einzelne Bestellung die Werbekosten tragen muss, die sie ausgelöst hat. Beides zeige ich dir hier. Auch den Fehler, den ich am eigenen Shop gemacht habe.

Break-Even-Analyse: Was ist der Break-Even-Point?

Der Break-Even-Point ist der Punkt, an dem deine Gesamteinnahmen die Gesamtkosten exakt decken. Kein Verlust, kein Gewinn — die berühmte «schwarze Null». Klingt unspektakulär. Und es ist die wichtigste Schwelle deiner ganzen Kalkulation: Jeder Verkauf darüber ist Gewinn. Jeder darunter kostet dich Substanz.

Die Break-Even-Formel: der klassische betriebswirtschaftliche Weg

Für die Stückzahl teilst du deine gesamten Fixkosten durch den Deckungsbeitrag pro Produkt, also durch das, was dir pro Verkauf nach Abzug der variablen Kosten bleibt. Zu den Fixkosten zählt alles, was auch ohne einen einzigen Verkauf anfällt.

Break-Even (Stück) = Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − variable Kosten)

Beispiel

Fixkosten (Software-Abos, Lager) = 1.000 €/Monat, Verkaufspreis = 100 €, variable Kosten (Einkauf) = 50 €.

1.000 ÷ (100 − 50) = 20 Stück

Du musst also 20 Produkte verkaufen, um deine Fixkosten zu decken. Ab Stück 21 ist jeder Verkauf reiner Gewinn.

Ein Fehler aus eigener Erfahrung. Als ich den Webshop für mein Handelsunternehmen aufgesetzt habe, fehlten in den variablen Kosten anfangs die Versand- und Zahlungsgebühren, und weil beide bei jeder einzelnen Bestellung anfallen, sah der errechnete Break-Even monatelang besser aus, als er tatsächlich war. Zähle alles dazu, was pro Bestellung anfällt: Einkauf, Versand, Verpackung, Payment-Gebühren und anteilige Retouren.

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Der Break-Even im Performance Marketing (E-Commerce)

Wenn du Facebook, Instagram oder Google Ads schaltest, hilft dir die klassische Stückzahl-Berechnung im Alltag nur bedingt weiter, weil du dort in Bestellungen rechnest und nicht in Stückzahlen. Hier steuerst du dein Business über die Unit Economics, die Wirtschaftlichkeit pro Bestellung. Die zwei wichtigsten Kennzahlen, die du aus deinem Break-Even ableiten musst:

1. Der Break-Even ROAS

Er zeigt dir, wie effizient deine Werbekampagnen mindestens sein müssen, damit du beim Media Buying kein Geld verbrennst. Ableiten kannst du ihn direkt aus deiner Bruttomarge:

Break-Even ROAS = 1 ÷ Bruttomarge (als Dezimalzahl)

Hat dein Shop eine Bruttomarge von 50 %, liegt dein Break-Even ROAS bei exakt 2,0x. Erreichst du in deinem Werbemanager einen niedrigeren Wert, machst du Verlust.

2. Der maximale CPA (Cost per Acquisition)

Das ist der Betrag, den dich ein Neukunde über Werbeplattformen maximal kosten darf. Er entspricht exakt deinem Deckungsbeitrag in absoluten Zahlen:

Maximaler CPA = AOV × Bruttomarge

Bei einem durchschnittlichen Bestellwert von 100 € und einer Marge von 50 % beträgt dein maximaler CPA 50 €. Gibst du mehr aus, finanzierst du dein Wachstum auf Kosten des Gewinns.

Kenne deine Zahlen, bevor du Ads schaltest

Ich habe als Investor miterlebt, wie ein Startup aus meinem Portfolio genau diese Rechnung ignorierte: Klicks generieren, Wachstum kommt dann schon, das war die Devise, und niemand rechnete nach, ob eine einzelne Akquisition je ihren Preis wert war. Am Ende stand ein Kapitalschnitt, und die Altaktionäre, mich eingeschlossen, gingen praktisch leer aus. Darum lohnt sich die halbe Stunde mit dem Taschenrechner. Erst wenn du deinen Break-Even kennst, steuerst du Gebotsstrategien bei Google und Meta profitabel. Alles andere ist Optimieren ins Blaue.

Häufige Fragen

Was ist der Break-Even-Point?
Der Break-Even-Point ist der Punkt, an dem Gesamteinnahmen und Gesamtkosten exakt gleich sind. Weder Gewinn noch Verlust – die sogenannte 'schwarze Null'. Jede darüber hinaus verkaufte Einheit erzeugt reinen Gewinn.
Wie berechnet man den Break-Even-Point?
Break-Even-Point (Stück) = Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − variable Kosten). Beispiel: 1.000 € Fixkosten, Verkaufspreis 100 €, variable Kosten 50 € → 1.000 ÷ 50 = 20 Stück.
Was ist der Break-Even ROAS?
Der Break-Even ROAS gibt an, wie effizient Werbekampagnen mindestens sein müssen, um kostendeckend zu sein. Formel: Break-Even ROAS = 1 ÷ Bruttomarge. Bei 50 % Marge beträgt der Break-Even ROAS 2,0x.
Was ist der maximale CPA?
Der maximale CPA (Cost per Acquisition) ist der Betrag, den ein Neukunde über Werbeplattformen maximal kosten darf. Er entspricht dem Deckungsbeitrag: Maximaler CPA = AOV × Bruttomarge. Bei AOV 100 € und 50 % Marge beträgt der Max CPA 50 €.

Hintergrund & Quellen

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