Marketing-Rechner

Sponsoring-Preis Rechner

Formel Follower ÷ 1.000 × CPM × Faktoren Ergebnis Preisspanne pro Post Perspektive Content Creator

Eingaben

Follower / Abonnenten
Deine Audience-Grösse auf dem gewählten Kanal. Sie bestimmt die Grössenordnung des Preises.
Follower
Plattform
Jede Plattform hat ihren eigenen Preis pro 1.000 Follower. YouTube liegt am höchsten, X am niedrigsten.
Weitere Hebel · Engagement Rate und Nische
verschiebt den Preis
%

Interaktionen ÷ Reichweite × 100. Leer = neutral (× 1,0). Hier berechnen

Nische
Die Kaufkraft deines Werbeumfelds. Finance und B2B erzielen höhere Preise als Entertainment.

Ergebnis

104–​169 € fairer Marktwert · 130 €

Multiplikator

× 1,0

Engagement × 1,0 · Nische × 1,0 (Annahme) · anpassen

Als Reel oder Video

163–​195 €

Basispreis +25–50 %

Die Spanne gilt für einen statischen Feed-Post. Usage-Rights, also die Weiterverwendung durch die Marke, werden separat verhandelt.

Was ist ein fairer Sponsoring-Preis? Definition

Was ein Influencer pro Post verdient – und was eine Marke dafür zahlt. Kalkuliert aus Followern, Plattform, Engagement und Nische.

Ein fairer Sponsoring-Preis ist der Betrag, den eine Marke für einen gesponserten Beitrag zahlt, der Reichweite, Engagement und Aufwand des Creators angemessen vergütet. Er ist kein Fixpreis, sondern eine Verhandlungsspanne: Die Untergrenze passt für einfache Einsteiger-Kooperationen, die Obergrenze für Premium-Deals mit Nutzungsrechten. Grundlage ist der plattformübliche Preis pro 1.000 Follower, korrigiert um deine tatsächliche Engagement Rate und die Kaufkraft deiner Nische.

Sponsoring-Preis berechnen – Formel

Basispreis = (Follower ÷ 1.000) × Plattform-CPM × Engagement-Mult. × Nischen-Mult.

Aus dem Basispreis leitet sich die Spanne ab: × 0,8 als Einstiegspreis, × 1,3 als Premium-Preis inklusive Nutzungsrechten. Der Engagement-Multiplikator reicht von 0,7 (unter 1 %) bis 1,35 (über 8 %), der Nischen-Multiplikator von 0,8 (Entertainment) bis 1,5 (Finance / B2B).

Sponsoring-Preis berechnen – Beispiel mit konkreten Zahlen

Ein Instagram-Creator mit 10.000 Followern, 3 % Engagement Rate und Lifestyle-Nische:

Follower10.000
Plattform-CPM (Instagram)13 €
Engagement 3 % → Multiplikator× 1,0
Lifestyle → Nischen-Multiplikator× 1,0
(10.000 ÷ 1.000) × 13 × 1,0 × 1,0 = 130 € Basispreis

Daraus ergibt sich eine faire Spanne von 104 € (× 0,8, Einstieg) bis 169 € (× 1,3, Premium mit Usage-Rights).

Was verdient ein Influencer mit 100.000 Followern?

Preise skalieren mit der Creator-Grösse, aber nicht linear: Nano-Creator (1.000–10.000 Follower) und Micro-Creator (10.000–100.000) erzielen pro Follower oft mehr als Macro-Accounts, weil ihre Communitys enger und kaufkräftiger sind. Für die Grössenordnung zählt weniger die reine Reichweite als das Verhältnis aus Engagement und Nische – ein aktiver Finance-Account schlägt einen passiven Lifestyle-Account gleicher Grösse deutlich. Als grobe Marktorientierung liegt der Durchschnittspreis eines Sponsored Posts bei rund 215 $.

Ein Rechenbeispiel für die Grösse aus der Überschrift: 100.000 Follower auf Instagram ergeben bei einem CPM von 13 € einen Basispreis von 1.300 € pro Post – die faire Spanne reicht damit von 1.040 € bis 1.690 €. Auf YouTube wären es bei gleicher Reichweite rund 8.000 €. Der Plattform-CPM macht also den grössten Unterschied. Richtwerte pro 1.000 Follower:

Plattform USD EUR
YouTube 90 $ 80 €
TikTok 18 $ 16 €
LinkedIn 17 $ 15 €
Instagram 15 $ 13 €
X (Twitter) 6 $ 5 €

Richtwerte basieren auf USD-Marktdaten; EUR und CHF umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 2. Oktober 2026.

Hinzu kommen Format-Aufschläge (Reels und Videos +25–50 % gegenüber statischem Post) und Nutzungsrechte: Will die Marke deinen Content für eigene Anzeigen weiterverwenden, ist das eine separate Lizenz und wird zusätzlich vergütet.

Höhere Sponsoring-Preise durchsetzen: Praxis-Tipps

  • Media-Kit aufbauen: Ein professionelles Media-Kit mit Reichweite, Engagement Rate, Demografie und Referenz-Kooperationen rechtfertigt Preise am oberen Ende der Spanne und verkürzt Verhandlungen.
  • 90-Tage-Median statt Lifetime-Bestwert: Nenne Marken deine typischen Reichweiten der letzten 90 Tage, nicht deinen einmaligen viralen Ausreisser. Realistische Zahlen schaffen Vertrauen und wiederkehrende Deals.
  • Engagement vor Follower-Zahl verkaufen: Eine kleine, hochaktive Audience konvertiert besser. Argumentiere mit deiner Engagement Rate und Conversion-Belegen – nicht nur mit der Follower-Zahl.
  • Usage-Rights separat verhandeln: Content-Erstellung und Nutzungslizenz sind zwei Positionen. Gib Nutzungsrechte nie kostenlos dazu – sie sind für die Marke wertvoll und für dich zusätzlicher Umsatz.

Hintergrund & Quellen

Die CPM-Richtwerte und Multiplikatoren orientieren sich an Branchen-Benchmarks:

Häufige Fragen

Wie viel sollte ich für einen Sponsored Post verlangen?

Als grobe Faustregel gilt: Basispreis = (Follower ÷ 1.000) × Plattform-CPM × Engagement-Multiplikator × Nischen-Multiplikator. Beispiel: 10.000 Instagram-Follower mit 3 % Engagement in einer Lifestyle-Nische ergeben rund 130 € pro Post, mit einer fairen Verhandlungsspanne von etwa 104 € bis 169 €. Der obere Wert gilt für Premium-Deals mit Nutzungsrechten, der untere für Einsteiger-Kooperationen.

Wie berechnet man den Influencer-Preis?

Influencer-Preis = (Follower ÷ 1.000) × Plattform-CPM × Engagement-Multiplikator × Nischen-Multiplikator. Der Plattform-CPM ist der übliche Preis pro 1.000 Follower und liegt je nach Kanal unterschiedlich hoch – YouTube deutlich über Instagram, X am niedrigsten. Engagement Rate und Nische korrigieren den Wert nach oben oder unten. Aus dem Basispreis leitet sich eine Spanne von × 0,8 (Einstieg) bis × 1,3 (Premium mit Usage-Rights) ab.

Zählt die Follower-Zahl oder die Engagement Rate mehr?

Beides zählt, aber Marken zahlen zunehmend für Engagement statt für reine Reichweite. Ein Micro-Creator mit 8 % Engagement kann pro Post mehr verlangen als ein grösserer Account mit 1 % – weil seine Audience aktiver ist und höher konvertiert. Die Follower-Zahl bestimmt die Grössenordnung, Engagement und Nische bestimmen den Multiplikator darauf. Deshalb fliesst die Engagement Rate direkt als Korrekturfaktor in die Formel ein.

Wie viel Aufschlag für Reels oder Usage-Rights?

Videoformate wie Reels, TikToks oder YouTube-Integrationen rechtfertigen typischerweise 25–50 % Aufschlag gegenüber einem statischen Feed-Post, weil Produktionsaufwand und Reichweite höher sind. Nutzungsrechte (Usage-Rights) – wenn die Marke deinen Content für eigene Ads oder Kanäle weiterverwendet – werden separat verhandelt und schlagen oft mit 25–100 % extra zu Buche, abhängig von Dauer und Umfang der Lizenz.