Sponsoring-Preis Rechner
Formel Follower ÷ 1.000 × CPM × Faktoren Ergebnis Preisspanne pro Post Perspektive Content Creator
Eingaben
Follower / Abonnenten
Plattform
Weitere Hebel · Engagement Rate und Nische
Nische
Ergebnis
Als Reel oder Video
163–195 €
Basispreis +25–50 %
Die Spanne gilt für einen statischen Feed-Post. Usage-Rights, also die Weiterverwendung durch die Marke, werden separat verhandelt.
Was ist ein fairer Sponsoring-Preis? Definition
Was ein Influencer pro Post verdient – und was eine Marke dafür zahlt. Kalkuliert aus Followern, Plattform, Engagement und Nische.
Ein fairer Sponsoring-Preis ist der Betrag, den eine Marke für einen gesponserten Beitrag zahlt, der Reichweite, Engagement und Aufwand des Creators angemessen vergütet. Er ist kein Fixpreis, sondern eine Verhandlungsspanne: Die Untergrenze passt für einfache Einsteiger-Kooperationen, die Obergrenze für Premium-Deals mit Nutzungsrechten. Grundlage ist der plattformübliche Preis pro 1.000 Follower, korrigiert um deine tatsächliche Engagement Rate und die Kaufkraft deiner Nische.
Sponsoring-Preis berechnen – Formel
Basispreis = (Follower ÷ 1.000) × Plattform-CPM × Engagement-Mult. × Nischen-Mult.
Aus dem Basispreis leitet sich die Spanne ab: × 0,8 als Einstiegspreis, × 1,3 als Premium-Preis inklusive Nutzungsrechten. Der Engagement-Multiplikator reicht von 0,7 (unter 1 %) bis 1,35 (über 8 %), der Nischen-Multiplikator von 0,8 (Entertainment) bis 1,5 (Finance / B2B).
Sponsoring-Preis berechnen – Beispiel mit konkreten Zahlen
Ein Instagram-Creator mit 10.000 Followern, 3 % Engagement Rate und Lifestyle-Nische:
Daraus ergibt sich eine faire Spanne von 104 € (× 0,8, Einstieg) bis 169 € (× 1,3, Premium mit Usage-Rights).
Was verdient ein Influencer mit 100.000 Followern?
Preise skalieren mit der Creator-Grösse, aber nicht linear: Nano-Creator (1.000–10.000 Follower) und Micro-Creator (10.000–100.000) erzielen pro Follower oft mehr als Macro-Accounts, weil ihre Communitys enger und kaufkräftiger sind. Für die Grössenordnung zählt weniger die reine Reichweite als das Verhältnis aus Engagement und Nische – ein aktiver Finance-Account schlägt einen passiven Lifestyle-Account gleicher Grösse deutlich. Als grobe Marktorientierung liegt der Durchschnittspreis eines Sponsored Posts bei rund 215 $.
Ein Rechenbeispiel für die Grösse aus der Überschrift: 100.000 Follower auf Instagram ergeben bei einem CPM von 13 € einen Basispreis von 1.300 € pro Post – die faire Spanne reicht damit von 1.040 € bis 1.690 €. Auf YouTube wären es bei gleicher Reichweite rund 8.000 €. Der Plattform-CPM macht also den grössten Unterschied. Richtwerte pro 1.000 Follower:
| Plattform | USD | EUR |
|---|---|---|
| YouTube | 90 $ | 80 € |
| TikTok | 18 $ | 16 € |
| 17 $ | 15 € | |
| 15 $ | 13 € | |
| X (Twitter) | 6 $ | 5 € |
Richtwerte basieren auf USD-Marktdaten; EUR und CHF umgerechnet zum EZB-Referenzkurs vom 2. Oktober 2026.
Hinzu kommen Format-Aufschläge (Reels und Videos +25–50 % gegenüber statischem Post) und Nutzungsrechte: Will die Marke deinen Content für eigene Anzeigen weiterverwenden, ist das eine separate Lizenz und wird zusätzlich vergütet.
Höhere Sponsoring-Preise durchsetzen: Praxis-Tipps
- Media-Kit aufbauen: Ein professionelles Media-Kit mit Reichweite, Engagement Rate, Demografie und Referenz-Kooperationen rechtfertigt Preise am oberen Ende der Spanne und verkürzt Verhandlungen.
- 90-Tage-Median statt Lifetime-Bestwert: Nenne Marken deine typischen Reichweiten der letzten 90 Tage, nicht deinen einmaligen viralen Ausreisser. Realistische Zahlen schaffen Vertrauen und wiederkehrende Deals.
- Engagement vor Follower-Zahl verkaufen: Eine kleine, hochaktive Audience konvertiert besser. Argumentiere mit deiner Engagement Rate und Conversion-Belegen – nicht nur mit der Follower-Zahl.
- Usage-Rights separat verhandeln: Content-Erstellung und Nutzungslizenz sind zwei Positionen. Gib Nutzungsrechte nie kostenlos dazu – sie sind für die Marke wertvoll und für dich zusätzlicher Umsatz.
Hintergrund & Quellen
Die CPM-Richtwerte und Multiplikatoren orientieren sich an Branchen-Benchmarks:
- Influencer Marketing Hub — «Influencer Rates»
- reel.money / Collabstr — «Influencer Rate Formula & Benchmarks»
Häufige Fragen
Wie viel sollte ich für einen Sponsored Post verlangen?
Als grobe Faustregel gilt: Basispreis = (Follower ÷ 1.000) × Plattform-CPM × Engagement-Multiplikator × Nischen-Multiplikator. Beispiel: 10.000 Instagram-Follower mit 3 % Engagement in einer Lifestyle-Nische ergeben rund 130 € pro Post, mit einer fairen Verhandlungsspanne von etwa 104 € bis 169 €. Der obere Wert gilt für Premium-Deals mit Nutzungsrechten, der untere für Einsteiger-Kooperationen.
Wie berechnet man den Influencer-Preis?
Influencer-Preis = (Follower ÷ 1.000) × Plattform-CPM × Engagement-Multiplikator × Nischen-Multiplikator. Der Plattform-CPM ist der übliche Preis pro 1.000 Follower und liegt je nach Kanal unterschiedlich hoch – YouTube deutlich über Instagram, X am niedrigsten. Engagement Rate und Nische korrigieren den Wert nach oben oder unten. Aus dem Basispreis leitet sich eine Spanne von × 0,8 (Einstieg) bis × 1,3 (Premium mit Usage-Rights) ab.
Zählt die Follower-Zahl oder die Engagement Rate mehr?
Beides zählt, aber Marken zahlen zunehmend für Engagement statt für reine Reichweite. Ein Micro-Creator mit 8 % Engagement kann pro Post mehr verlangen als ein grösserer Account mit 1 % – weil seine Audience aktiver ist und höher konvertiert. Die Follower-Zahl bestimmt die Grössenordnung, Engagement und Nische bestimmen den Multiplikator darauf. Deshalb fliesst die Engagement Rate direkt als Korrekturfaktor in die Formel ein.
Wie viel Aufschlag für Reels oder Usage-Rights?
Videoformate wie Reels, TikToks oder YouTube-Integrationen rechtfertigen typischerweise 25–50 % Aufschlag gegenüber einem statischen Feed-Post, weil Produktionsaufwand und Reichweite höher sind. Nutzungsrechte (Usage-Rights) – wenn die Marke deinen Content für eigene Ads oder Kanäle weiterverwendet – werden separat verhandelt und schlagen oft mit 25–100 % extra zu Buche, abhängig von Dauer und Umfang der Lizenz.