Sponsoring-Preis Rechner
Finde heraus, was du als Creator für einen Sponsored Post verlangen kannst – kalkuliert aus Followern, Plattform, Engagement und Nische.
Aus Sicht des Content Creators
Empfohlener Preis pro Post
—
Verhandlungsspanne: Einstieg bis Premium (mit Usage-Rights).
Fairer Marktwert
—
Basispreis als Orientierungs-Mittelwert.
Format-Aufschlag beachten
Die Spanne gilt für einen statischen Feed-Post. Für Reels, TikToks oder Videos sind +25–50 % üblich – höherer Produktionsaufwand und mehr Reichweite. Usage-Rights (Weiterverwendung durch die Marke) werden separat verhandelt.
Nächster Schritt
Follower-Wert Rechner
Untermauere deinen Preis – berechne den wirtschaftlichen Wert eines Followers.
Was ist ein fairer Sponsoring-Preis? Definition
Ein fairer Sponsoring-Preis ist der Betrag, den eine Marke für einen gesponserten Beitrag zahlt, der Reichweite, Engagement und Aufwand des Creators angemessen vergütet. Er ist kein Fixpreis, sondern eine Verhandlungsspanne: Die Untergrenze passt für einfache Einsteiger-Kooperationen, die Obergrenze für Premium-Deals mit Nutzungsrechten. Grundlage ist der plattformübliche Preis pro 1.000 Follower, korrigiert um deine tatsächliche Engagement Rate und die Kaufkraft deiner Nische.
Sponsoring-Preis berechnen – Formel
Basispreis = (Follower ÷ 1.000) × Plattform-CPM × Engagement-Mult. × Nischen-Mult.
Aus dem Basispreis leitet sich die Spanne ab: × 0,8 als Einstiegspreis, × 1,3 als Premium-Preis inklusive Nutzungsrechten. Der Engagement-Multiplikator reicht von 0,7 (unter 1 %) bis 1,35 (über 8 %), der Nischen-Multiplikator von 0,8 (Entertainment) bis 1,5 (Finance / B2B).
Sponsoring-Preis berechnen – Beispiel mit konkreten Zahlen
Ein Instagram-Creator mit 10.000 Followern, 3 % Engagement Rate und Lifestyle-Nische:
Daraus ergibt sich eine faire Spanne von 112 € (× 0,8, Einstieg) bis 182 € (× 1,3, Premium mit Usage-Rights).
Sponsoring-Preise einordnen: Tiers, Plattform & Format
Preise skalieren mit der Creator-Grösse, aber nicht linear: Nano-Creator (1.000–10.000 Follower) und Micro-Creator (10.000–100.000) erzielen pro Follower oft mehr als Macro-Accounts, weil ihre Communitys enger und kaufkräftiger sind. Für die Grössenordnung zählt weniger die reine Reichweite als das Verhältnis aus Engagement und Nische – ein aktiver Finance-Account schlägt einen passiven Lifestyle-Account gleicher Grösse deutlich. Als grobe Marktorientierung liegt der Durchschnittspreis eines Sponsored Posts bei rund 215 $.
Der Plattform-CPM macht den grössten Unterschied. Richtwerte pro 1.000 Follower:
| Plattform | USD | EUR |
|---|---|---|
| YouTube | 90 $ | 83 € |
| TikTok | 18 $ | 17 € |
| 17 $ | 16 € | |
| 15 $ | 14 € | |
| X (Twitter) | 6 $ | 6 € |
Richtwerte basieren auf USD-Marktdaten; EUR näherungsweise umgerechnet. CHF-Werte liegen rund 5 % unter den EUR-Angaben.
Hinzu kommen Format-Aufschläge (Reels und Videos +25–50 % gegenüber statischem Post) und Nutzungsrechte: Will die Marke deinen Content für eigene Anzeigen weiterverwenden, ist das eine separate Lizenz und wird zusätzlich vergütet.
Höhere Sponsoring-Preise durchsetzen: Praxis-Tipps
- Media-Kit aufbauen: Ein professionelles Media-Kit mit Reichweite, Engagement Rate, Demografie und Referenz-Kooperationen rechtfertigt Preise am oberen Ende der Spanne und verkürzt Verhandlungen.
- 90-Tage-Median statt Lifetime-Bestwert: Nenne Marken deine typischen Reichweiten der letzten 90 Tage, nicht deinen einmaligen viralen Ausreisser. Realistische Zahlen schaffen Vertrauen und wiederkehrende Deals.
- Engagement vor Follower-Zahl verkaufen: Eine kleine, hochaktive Audience konvertiert besser. Argumentiere mit deiner Engagement Rate und Conversion-Belegen – nicht nur mit der Follower-Zahl.
- Usage-Rights separat verhandeln: Content-Erstellung und Nutzungslizenz sind zwei Positionen. Gib Nutzungsrechte nie kostenlos dazu – sie sind für die Marke wertvoll und für dich zusätzlicher Umsatz.
Hintergrund & Quellen
Die CPM-Richtwerte und Multiplikatoren orientieren sich an Branchen-Benchmarks:
Häufige Fragen
- Wie viel sollte ich für einen Sponsored Post verlangen?
- Als grobe Faustregel gilt: Basispreis = (Follower ÷ 1.000) × Plattform-CPM × Engagement-Multiplikator × Nischen-Multiplikator. Beispiel: 10.000 Instagram-Follower mit 3 % Engagement in einer Lifestyle-Nische ergeben rund 140 € pro Post, mit einer fairen Verhandlungsspanne von etwa 112 € bis 182 €. Der obere Wert gilt für Premium-Deals mit Nutzungsrechten, der untere für Einsteiger-Kooperationen.
- Wie berechnet man den Influencer-Preis?
- Influencer-Preis = (Follower ÷ 1.000) × Plattform-CPM × Engagement-Multiplikator × Nischen-Multiplikator. Der Plattform-CPM ist der übliche Preis pro 1.000 Follower und liegt je nach Kanal unterschiedlich hoch – YouTube deutlich über Instagram, X am niedrigsten. Engagement Rate und Nische korrigieren den Wert nach oben oder unten. Aus dem Basispreis leitet sich eine Spanne von × 0,8 (Einstieg) bis × 1,3 (Premium mit Usage-Rights) ab.
- Zählt die Follower-Zahl oder die Engagement Rate mehr?
- Beides zählt, aber Marken zahlen zunehmend für Engagement statt für reine Reichweite. Ein Micro-Creator mit 8 % Engagement kann pro Post mehr verlangen als ein grösserer Account mit 1 % – weil seine Audience aktiver ist und höher konvertiert. Die Follower-Zahl bestimmt die Grössenordnung, Engagement und Nische bestimmen den Multiplikator darauf. Deshalb fliesst die Engagement Rate direkt als Korrekturfaktor in die Formel ein.
- Wie viel Aufschlag für Reels oder Usage-Rights?
- Videoformate wie Reels, TikToks oder YouTube-Integrationen rechtfertigen typischerweise 25–50 % Aufschlag gegenüber einem statischen Feed-Post, weil Produktionsaufwand und Reichweite höher sind. Nutzungsrechte (Usage-Rights) – wenn die Marke deinen Content für eigene Ads oder Kanäle weiterverwendet – werden separat verhandelt und schlagen oft mit 25–100 % extra zu Buche, abhängig von Dauer und Umfang der Lizenz.