MRR Monthly Recurring Revenue
Der Monthly Recurring Revenue (MRR) ist der monatlich wiederkehrende Umsatz aus laufenden Abonnements. Er ist die Basisgrösse jedes SaaS- und Subscription-Geschäftsmodells: Alle wichtigen Retentions- und Wachstumskennzahlen bauen auf ihm auf.
Was in den MRR zählt – und was nicht
Der MRR ist die Summe aller aktiven Abo-Umsätze, normalisiert auf einen Monat. Ein Jahresabo für 1.200 € trägt also 100 € zum MRR bei, nicht 1.200 €. Entscheidend: Einmalige Zahlungen zählen nicht – Setup-Gebühren, einmalige Beratungsleistungen oder einzelne Verkäufe sind kein wiederkehrender Umsatz und gehören nicht in den MRR.
Der MRR verändert sich über die Zeit durch vier Bewegungen: neue Kunden (New), Upgrades bestehender Kunden (Expansion), Downgrades (Contraction) und Kündigungen (Churn).
MRR vs. ARR
Der ARR (Annual Recurring Revenue) ist schlicht der auf ein Jahr hochgerechnete MRR:
ARR = MRR × 12
Beide messen dasselbe, nur in unterschiedlicher Periode. Monatlich abgerechnete Produkte kommunizieren meist in MRR, Enterprise-lastige Anbieter mit Jahresverträgen eher in ARR.
MRR als Basis der SaaS-Kennzahlen
Fast jede SaaS-Kennzahl leitet sich aus dem MRR ab:
- Die Net Revenue Retention (NRR) misst, wie sich der MRR einer Bestandskohorte aus Expansion, Contraction und Churn entwickelt.
- Die Churn-Rate zeigt, welcher Anteil des Bestands – und damit des MRR – pro Periode verloren geht.
- Die CAC-Payback-Period rechnet die Akquisekosten gegen den margenbereinigten monatlichen Beitrag, also den MRR-Anteil je Kunde.
- Die Trial-to-Paid-Rate übersetzt konvertierte Tester direkt in erwarteten MRR-Zuwachs.
Wer den MRR sauber definiert – nur wiederkehrend, normalisiert, ohne Einmalzahlungen – legt das Fundament für belastbare Retention- und Wachstumszahlen.