RPM Revenue per Mille – Einnahmen je 1.000 Aufrufe
RPM steht für Revenue per Mille und meint die Einnahmen, die einem Publisher je 1.000 Aufrufe tatsächlich zufliessen. Der Begriff stammt aus dem YouTube- und AdSense-Umfeld.
Die Formel
RPM (€) = Einnahmen ÷ Aufrufe × 1.000
Beispiel: 250 € bei 100.000 Aufrufen → RPM = 2,50 €.
RPM ist nicht CPM
Das ist die Verwechslung, die in fast jeder Diskussion über Kanaleinnahmen auftaucht. Die beiden Kennzahlen stehen auf entgegengesetzten Seiten derselben Transaktion:
| wer | Bezugsgrösse | Plattformanteil | |
|---|---|---|---|
| CPM | Werbetreibender zahlt | Anzeigen-Impressionen | noch enthalten |
| RPM | Publisher erhält | alle Aufrufe | bereits abgezogen |
Der RPM liegt deshalb systematisch unter dem CPM: bei YouTube etwa, weil die Plattform 45 % einbehält und weil nicht jeder Aufruf überhaupt eine Anzeige zeigt. Ein CPM von 8 € kann beim Kanal als RPM von 2,50 € ankommen, ohne dass irgendetwas schiefgelaufen wäre.
Warum die Zahl so stark schwankt
Der RPM hängt an Themengebiet, Zuschauerland, Videolänge und Jahreszeit. Finanz- und Software-Inhalte erzielen ein Vielfaches von Unterhaltung; Zuschauer aus dem DACH-Raum und Nordamerika sind für Werbetreibende deutlich mehr wert als der weltweite Durchschnitt. Im vierten Quartal steigen die Werte spürbar und fallen im Januar wieder zurück. Ein einzelner Monatswert taugt deshalb nicht zur Hochrechnung.
Zur Schreibweise
Ausserhalb des Publisher-Umfelds meint «rpm» fast immer revolutions per minute, also die Drehzahl. Dazu kommen der RPM Package Manager aus der Linux-Welt und mehrere Unternehmen dieses Namens. Wer nach der Kennzahl sucht, kommt mit «YouTube RPM» schneller ans Ziel als mit dem Kürzel allein.