Retargeting Remarketing & Zielgruppenlisten
Retargeting heisst: Menschen, die deine Website schon besucht haben, bekommen deine Anzeigen später auf anderen Seiten erneut zu sehen. Grundlage sind deine eigenen Besucherdaten, nicht Interessen, die eine Plattform vermutet.
Retargeting, Remarketing, selbst erhobene Daten: dasselbe Verfahren
Wikipedia führt Remarketing als Synonym. Google Ads hat die Funktion umbenannt und nennt sie heute «selbst erhobene Daten». Bei Meta baust du dieselbe Liste als Custom Audience aus Website-Besuchern. Wer zwei Agenturangebote nebeneinanderlegt, liest also womöglich drei Namen für eine Sache.
| Wo | Wie es dort heisst |
|---|---|
| Google Ads | Selbst erhobene Daten (früher Remarketing) |
| Meta | Custom Audience aus Website-Besuchern |
| Fachsprache allgemein | Retargeting |
Dynamisches Retargeting ist die engere Variante: Ausgespielt wird genau das Produkt, das sich jemand angesehen hat.
Warum der Retargeting-ROAS zu gut aussieht
Die Liste besteht per Konstruktion aus Menschen, die dein Produkt bereits kennen. Einige von ihnen hätten ohnehin gekauft. Die Plattform zählt diese Käufe trotzdem als Erfolg der Kampagne, und der gemeldete ROAS fällt entsprechend hoch aus. Diese Lücke zwischen gemeldetem und tatsächlich zusätzlichem Umsatz ist hier kein Messfehler, sondern im Verfahren selbst angelegt. Einen Teil davon trennt der ncROAS heraus, weil er nur Umsatz mit Neukunden zählt.
Praktische Folge: Retargeting und Kampagnen für neue Zielgruppen gehören nicht in dieselbe ROAS-Tabelle. Wer Budget stur vom schlechteren zum besseren Wert schiebt, verlagert es von der Nachfrage-Erzeugung zur Nachfrage-Ernte. Was am Ende übrig bleibt, zeigen die MER oder ein Inkrementalitätstest.