Break-Even ROAS Gewinnschwelle für Paid Ads
Der Break-Even ROAS ist der Mindestwert, den dein Return on Ad Spend erreichen muss, damit eine Kampagne ihre direkten Produktkosten deckt – also weder Gewinn noch Verlust macht. Er ist der wichtigste Referenzpunkt für jede Budgetentscheidung im Paid Marketing.
Die Formel
Break-Even ROAS = 1 ÷ Bruttomarge
Diese Formel ist direkt und unveränderlich: Wenn deine Marge 40 % beträgt, brauchst du mindestens einen ROAS von 2,5x, damit die Kampagne kostendeckend läuft.
Beispiele nach Margenebene
| Bruttomarge | Break-Even ROAS |
|---|---|
| 20 % | 5,00x |
| 30 % | 3,33x |
| 40 % | 2,50x |
| 50 % | 2,00x |
| 60 % | 1,67x |
Produkte mit geringer Marge haben einen sehr hohen Break-Even ROAS – und damit wenig Spielraum für profitables Paid Marketing.
Der Break-Even als Mindestlatte, nicht als Ziel
Ein ROAS genau am Break-Even bedeutet, dass du nach Produktkosten keinen Cent verdienst. Du deckst gerade die variablen Kosten – aber nicht Fixkosten, Overheads oder Gewinn. Ein realistisches Ziel-ROAS liegt deshalb immer deutlich über dem Break-Even-Wert.
Faustregel: Multipliziere den Break-Even ROAS mit dem Faktor, den du aus deinen Fixkosten und Gewinnzielen ableitest. Viele E-Commerce-Brands planen mit einem ROAS, der 30–50 % über dem Break-Even liegt.
Vom Break-Even ROAS zum maximalen CPC
Der Break-Even ROAS allein reicht nicht für die Kampagnensteuerung – du brauchst daraus auch einen maximalen CPC, den du in der Bidding-Strategie einsetzen kannst.
Schritt 1 – Max CPA: Der maximale CPA entspricht dem Deckungsbeitrag pro Bestellung.
Max CPA = AOV × Bruttomarge → bei 100 € AOV und 45 % Marge = 45 €
Schritt 2 – Max CPC: Der maximale CPC berücksichtigt die Conversion Rate.
Max CPC = Max CPA × (CVR ÷ 100) → bei 45 € und 2 % CVR = 0,90 €
Jeder Klick, der mehr als 0,90 € kostet, produziert statistisch Verluste.
Break-Even ROAS im Kontext von ROMI und MER
Der Break-Even ROAS bezieht sich ausschliesslich auf variable Kosten. Der ROMI (Return on Marketing Investment) geht einen Schritt weiter und zeigt, wie viel Bruttogewinn nach Produktkosten übrig bleibt – also wie profitabel eine Kampagne tatsächlich ist. Die MER wiederum überprüft auf Unternehmensebene, ob das Gesamtbudget effizient eingesetzt wird.
Alle drei Kennzahlen bilden zusammen ein vollständiges Bild der Kampagnen-Wirtschaftlichkeit.